Stets offen, gähnend leere Regale?

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Das Gottlieb-Duttweiler-Institut sieht die 24-Stunden-Gesellschaft am Horizont. Ein Indiz sei der Erfolg der Online-Shops, die 24 Stunden am Tag offen seien. Coop eifert mit immer längeren Ladenöffnungszeiten voran. Weil es die Gesellschaft so verlange. Zögerlich zieht die Migros nach.

Nun finde ich, dass es kaum nötig ist, die Läden der Grossverteiler partout bis in alle Nacht offen zu halten. Das Verkaufspersonal besteht ja nicht nur aus Studierenden, die ach so gerne abends und in den Randstunden arbeiten. Sind es nicht vielmehr Frauen – seltener sieht man Männer -, die auf ihren Job angewiesen sind und vielleicht auch lieber daheim bei der Familie wären? Wie wohl viele der Apologeten der permananten gesellschaftlichen Betriebsamkeit .

Immer offen, wie ein thailändischer Bus – das Ideal für unsere Detailhandelsriesen?

Aber, ich gebe es zu: manchmal ist es schon sehr angenehn, mal etwas später einzukaufen. Als wir Samstags aus den Ferien zurückkommen, wollen auch wir einmal nach vier Uhr den leeren Kühlschrank füllen. So stehen wir also gegen fünf Uhr im Laden. Was uns entgegenschaut, sind gähnende Regale. Unsere gewohnte Bio-Vollmilch: Fehlanzeige, die ist ausverkauft (das ist in den vier Jahren, in denen wir diesen Laden besuchen, noch gar nie vorgekomen). Die Früchteauslagen sind spärlich. Die Würste ebenfalls ausverkauft. Beim Brot gehen wir gleich weiter – immerhin hat es noch die Glacé-Sorte, die unser Sohn mag. So ist das also mit den langen Ladenöffnungszeiten.

Vorwahlzeit in Brugg

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Der Weg zum Bahnhof ist gepflastert mit usepützlete Chöpf. Gefotoschöpplet, dass die Altersfalten und Fettpickel hurtig den Reissaus nehmen. Das dauert, darf man doch in Brugg gefühlte fünf Monate vor Wahltermin die Einwohnerrats-Aspiranten (es gibt auch Aspirantinnen) plakatiert in den sauren Regen stellen. (Entsprechend ramponiert sehen die Damen und Herren vor der Wahl aus). Nein, fast erschreckender noch als die furchteinflössenden Plakate dünken mich die Sprüche, mit denen die Parteien allen Couleurs um die Gunst der Wähler buhlen. Es beginnt bürgerlich bieder mit einem Brückenschlag der CVP: «Brücken verbinden – wir auch!», meinen sie. Zumindest der erste Teil der flotten Schlagzeile ist nicht falsch. Aber in «Brugg» (!) wohl nicht die originellste Erkenntnis. Allerdings eine derart ansteckende, dass auch «Die SP verbindet». Viel mehr gibts zu den Genossen nicht zu sagen, und das ist schlimm genug.

Wenn die SP schon nicht zu Fantasien anregt, dann bewegen uns immerhin die Grünen mit ihrem schaurig schönen Slogan «Die Ansicht hängt vom Standpunkt ab». So viel Tiefgang macht nachdenklich. Einfacher ist es da mit den «echten Bürgerlichen» – der SVP. Die gehen «zweckmässig, massvoll und sinnvoll» ans Werk. Das versteh ich zwar auch nicht, aber es tönt derart dynamisch, dass ich fast zur Zustimmung neige. Zum Glück retten mich davor gerade noch die anderen Echten, die «Echten Liberalen» (FDP). Die kennen ihre Wähler: «Wer Leistung wählt, wählt Liste 1». Denn, obacht: «Wir machen Brugg». Voila, nun wissen wir es. Schade nur, dass in der heutigen Zeit niemand mehr Leistung wählt. Darob komme ich zum Schluss: Wenn Wahltag Zahltag wäre, sie müssten allesamt Hunger leiden, die Aspiranten aus Brugg.

Was dazwischen geschah

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Nie mehr König –  Auszeit – Chief Baby Manager – Ingenieure – Auszug aus dem Paradies – Aargau – Loftleben – frohes Erfahren des Stockwerkeigentums – Jungunternehmer – zweiweg – Pflanzbeet – Briobahn – und das eine oder andere Jährchen.

Königlicher Wanderpokal

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0801_dreikoenigNach vielen Jahren des dreiköniglichen Zusammensein hat V. für den Dreikönigstag einen Wanderpokal gestiftet. Damit der König nicht vergisst, dass er König ist. Ein schöner Pokal ist es. Der König glänzt im Lichte seiner Würde. Und der König ist nicht nur ein König, sondern auch ein Korkenzieher. Korkenzieher sind uns immer willkommen, vor allem und nicht zuletzt auch am Dreikönigstag. Doch am allerschönsten finde ich, dass der königliche Korkenpokal nun für ein Jahr bei mir zuhause steht – und ich damit den nächsten Dreikönigsschmaus ausrichten darf. Jawoll, liebe Untertanen: ICH BIN KÖNIG!

Die Neue

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Das neue Jahr bringt die eine oder andere Neuerung: Die neue Vignette fürs Auto zum Beispiel, ein Klassiker, den man nur zu gerne vergisst (ich erinnere mich: Grüezi, Kantonspolizei Aargau, min Name isch Meier…..- kostet 100 Fränkli). Heute, beim ersten Einkaufen in diesem Jahr, fällt mir mit vollem Einkaufswagen vor der Kasse ein, was auch noch neu ist: die EC-Karte. Gut, ich hab die Neue dabei, doch der neue Code will mir partout nicht einfallen. Im Klingebeutel klingelt es auch nicht heftigst. Gerade mal ein einsames Zehnernötli blickt mir mitleidig entgegen. Frohes neues Jahr!

«Unbehandelte» Zitronen

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Bei der Migros gibt es “unbehandelte” Zitronen. Die Anführungs- und Schlusszeichen stammen nicht von mir, sondern von der Migros, so steht es im Laden. Und kleingedruckt: nach der Ernte unbehandelt. Woraus der interessierte Hausmann schliesst, dass die Zitronen vor der Ernte mit Pestiziden behandelt werden. Auch wenn ich den Schritt der Migros hin zu mehr Transparenz begrüsse, die eigentliche Frage wird nicht beantwortet: hat es nun auf diesen “unbhandelten” Zitronen Pestizide oder nicht? Was ist der Unterschied zwischen “unbehandelten” Zitronen und Bio-Zitronen? Und was, bitte schön, was soll der verwirrte Hausmann nun kaufen?

Palmolive

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Im Palmolive lässt es sich gut baden. Zumndest, wenn man Claire glaubt (”Sie baden gerade Ihre Hände darin.” – “Im Geschirrspülmittel?” – “Nein, in Palmolive.”). Und was für die Hände von Claire und ihrer Abwaschkollegin gut ist, kann meiner Brille nicht schaden. So habe ich sie frühmorgens im Geschirrspülmittel – Nein, im Palmolive! – gut fünf bis zehn Minuten gebadet. Damit sie wirklich sauber wird, denn an diesem Tag stehe ich an einem grossen Kundenevent am Journalistenempfang. Leider, es lehrt mich die Erfahrung, ist für die Brille nicht gut, was die Hände zart macht. Denn als ich die Brille aufsetze, sehe ich erstmals gar nichts, ausser einigen grauen Schleiern – das Geschirrspülmittel hat die Verspieglungsschicht in bröcklige Schildkrötenhaut verwandelt. Nachtrag: Durch das lange Spülen in kaltem Wasser sehe ich immerhin wieder etwas, wenn ich auch weiterhin hinter Schleiern leben. Nachtrag 2: Nein, es liegt nicht an der besagten Marke des Geschirrspülmittels, es gibt nichts Besseres zum Geschirrspülen.

Tierische Moderatorin

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Dem Veterinär ist nichts zu schwär – so kommt es, dass die Nachfolgerin von Dr. Samuel Stutz (wie passend) die Tierärztin Jeanne Fürst wird. Wir freuen uns auf viele tierisch gute Sendungen.

Mit letztem Einsatz

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habe ich heute Nacht, als das Gewitter über unsern Balkon fegte, unsere Balkonpflanzen gerettet. Links und rechts schlugen die Blitze grollend in die Erde, der Regen peitschte nasse Gischt in mein Gesicht. Wagemutig packte ich mit beiden Händen den Salbei – da rutschte mir die Pyjamahose vom Gesäss.

Vom Plagiat zur Forschung

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Einen Autor abschreiben ist ein Plagiat, viele abschreiben ist Forschung. (Isabel Allende, Aphrodite) Ein Buch übrigens über die Lust – die Lust am Essen und an der Erotik und wie wie zusammengehören.

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